Freitag, 10. Juli 2015

faaaak

Wenn ich in die Reflektionen der Fensterscheiben sehe möchte ich kotzen. Wem kann ich noch vertrauen. Spiegel, sag mir die Wahrheit. Jeder Spiegel ist verzehrt, so wie die Wahrnehmung der Menschen. Mein Kopf platz.

Trotz

Zwickmühlenexistenz.

Hab das Gefühl ständig zu viel zu sein. "Ich mag nicht darüber reden" - "Warum?"-"Ich hab gesagt ich mag nicht darüber reden, reicht das nicht?". So machst du mich mundtot, als wäre ich dir zu viel oder nicht genug. Ich kann dich nicht halten, wenn du mich nicht lässt. Warten auf Antworten, Missverständnisse kosten Zeit. Ich kann dich nicht lieben, wenn du mich nicht lässt. Warum machst du mir das lieben so schwer? Je tiefer ich grabe, desto härter der Granit. Ich beiß mir die Zähne aus, doch höre nicht auf zu nagen. Streue Salz in die Wunden, ich Masochist. Versuche immer das Richtige zu machen, mache alles falsch. Je mehr ich darüber nachdenke, desto wütender werde ich. Warum probieren wir es überhaupt noch. Sind wir schon oder noch viel zu blind um zu sehen, dass es nicht klappt. Du tust mir weh um dich selbst zu beschützen. Bist meine Droge, will nicht abhängig sein. Doch du geilst dich an dem Gefühl auf gebraucht zu werden. Mit jedem Widerspruch, jeder Absage wächst du an dir. Tritts auf mir rum um höher zu steigen. Die Nähe war dir zu viel, die Distanz zu groß. Ich hasse dich, verlass mich nicht. Irgendwann sitzen wir uns wortlos gegenüber. Wir bleiben zusammen, weil wir uns den Kleinfingerschwur gaben. Wir verlassen uns nicht. Gewinne ich ein Stückchen Stolz zurück, so sagst du ich bin eiskalt. Alles läuft schief unter meiner Regie. An der Distanz trage ich immer die Schuld. Ständige Achtsamkeit und Verständnis. Ich fahr hin, dir geht es gut. Im nachhinein wird es heißen, ich lief dir hinterher, ich klammere zu sehr. Du verwertest mich, du kotzt mich aus. Ich bin eine Seuche, wahrhaftige Ekelhaftigkeit. Hätte niemals gedacht, dass das die Schneide sich wendet. Verlasse ich dich, bin ich Schuld, bleibe ich bei dir bin ich dumm.Ich schwanke zwischen dir wehzun zu wollen und ein bitte tu mir nicht weh. Aber du tust mir weh und meine Liebe stürmt heraus, als wäre es selbstverständlich dich zu lieben. Die Menschen zu lieben, die einen wehtun. Ich umhülle dich mit meinen letzten Fetzten die ich habe, du nimmst alles und gibst nichts. Ich könnte gehen, aber ich tue es nicht. Das weißt du. Deshalb kontrollierst du mich, beutest mich aus, bis mir nichts mehr bleibt. Nur ein kleines Stückchen Kontrolle. Mit diesem Wissen leide ich gerne, weil ich weiß, dass der Schmerz den du mir zufügen könntest, größer ist als den ich schlucken kann. Ich kann dir nicht wehtun, aber dich auch nicht glücklich machen. Du bist eine Wand gegen die ich meinen Kopf schlage. Ich tu mir nur selbst weh. Existierst du überhaupt?