Freitag, 7. September 2018

Dinge, die ich über mich nicht wusste

1. Ich wälze mich in Selbstmitleid und lasse es an meinen Freunden aus.
2. In meinem Leben läuft alles schief, weil ich die ganze Zeit nur damit beschäftigt bin mich selbst zu bemitleiden
3. Ich bekomme nichts auf die Reihe, weil ich der Meinung bin, dass die anderen schuld sind.
4. Du ist die einzige Person, die mir hilft
5. Meine Eltern sind scheiße
6. Ohne dich würde ich in einem Loch liegen.
7. Ich bin nicht fähig dazu Dinge zu regeln.
8. Ich ziehe dich in die Scheiße mit rein, weil ich nicht in der Lage bin Dinge zu regeln.

Dinge, die du über dich nicht weißt

1. Du bist nicht dazu in der Lage deine eigene Schuld zu sehen
2. Alle anderen sind böse und möchten nur das Schlechte für dich
3. Du siehst nicht, wenn andere Menschen dir helfen/geholfen haben
4. Du fühlst dich nie gewertschätzt und brauchst konstante Bestätigung
5. Du missbrauchst das Vertrauen anderer in dem du Dinge, die sie dir im Vertrauen erzählen gegen sie verwendest
6. Dein Leid ist immer größer als das Leid anderer
7. Du belügst dich selbst

Sonntag, 22. Juli 2018

ich habe lange mit mir gerungen diesen Brief zu verfassen. Schließlich heißt es, dass man sich in einer Beziehung lieber an die positiven Dinge, als an die Negativen klammern sollte.
Seit zwei Jahren geht es dir immer schlechter und schlechter. Um genau zu sein, seit wir beschlossen haben die Beziehung nochmal aufzunehmen. Wenn es dir nicht gut geht bist du wirklich kein netter Mensch. Taalea hatte so recht, als sie sagte, man müsse dich mit Samthandschuhen anfassen; Und ich kann das nicht. Ich kann nicht, während du verbal auf mich einschlägst, weiter still halten und mich gedanklich an das "es wird schon wieder" klammern. Ich wünschte die Worte würden an mir abprallen. Ich wünschte meine Haut wäre dicker geworden. Täglich schreibst du mir Dinge zu von denen du weißt, dass sie meine größte Angst sind. Ich habe sie dir im Vertrauen erzählt. In jedem Streit missbrauchst du mein Vertrauen. Trotzdem kannst du so nett zu mir sein. Ich schaffe diese großen Stimmungs-um-schwankungen nicht. Ein falsches Wort und ich mache alles kaputt und wieder ist meine Haut viel zu dünn dafür. Du sagtest ich würde mich in Selbstmitleid suhlen; Das würde ich gerne ändern. Aber hätte ich mehr Selbstachtung, dann wären wir nicht mehr zusammen. Was ich durch dich in dieser Beziehung gelernt habe ist, meinen Mund zu halten. In der Hinsicht hast du recht, wenn du stolz meinen Freunden erzählst du hättest mich gebändigt. Meine Freunde mochten mich so wie ich früher war aber auch. Du hast mir gezeigt, dass alles was mir passiert ist auch genau das ist, was ich auch wollte. Du hast so recht, jedes Mal wenn du mich als Schlampe bezeichnest. Vielleicht merkst du es gar nicht, aber ich widerspreche dir nicht mehr. Denn insgeheim weiß ich dass du recht hast. Natürlich, ich vertraute dir auch jede Ecke meiner Seele an. Ich, Schlampe, halte es nicht mehr aus seit 2 Jahren keinen Sex mehr zu haben. Würden wir darüber reden, dann hättest du bestimmt an dieser Stelle widersprochen. Um genauer zu sein haben wir Sex, wenn auch nur alle 3 Monate. Du bist nur viel egoistischer im Bett geworden.
Trotzdem liebe ich dich. Auch wenn du mich hängen lässt wenn es mir schlecht geht. Auch wenn du meine Geschichten satt bist. Auch wenn du meistens keinen Kopf für mich hast wenn ich ein offenes Ohr brauche. Auch wenn du meine Familie nie verstehen wirst und ich damit gar nicht erst bei dir anzukommen brauche. Ich glaube ich bin einfach kein netter Mensch und du bist die erste Person die ich verdiene.

Donnerstag, 17. Mai 2018

ich habe zum ersten mal seit langem wieder das gefühl mich umbringen zu wollen.
ich kann nicht mit dir darüber reden, du wärst nur wieder sauer.
die ganzen bilder kamen wieder in meinen kopf. du verlangst immer von mir darüber zu stehen, nicht so sensibel zu sein. da sei ja gar nichts. ich nicke meistens, um nicht mit dir zu streiten. woher kommt das gefühl, als müsse ich was wiedergutmachen? ich mache das vor mehr als einem jahr zu meinem problem, da ich an deinem nichts ändern kann. seither zerreiße ich mich und arbeite meine schuld ab. das war ein denkzettel daran, dass du mir wehtust jedes mal, aber es erst im nachhinein merkst. deine rechtfertigung, die du dir im kopf ausmachtest das opfer zu sein. meine dumme dumme einsicht, die niemals hätte kommen müssen.

alex basti luca.

3 mal in meinen augen betrogen.
wir sind quitt.

und am ersten mal in unserer beziehung zweifle ich daran, ob ich das mit dir noch kann.
deine selbstgerechte art und wie du mir meinen verstand absprichst, um mir schmerzen hinzufügen zu dürfen.
ich leugne deine identität jetzt und aufeinmal spüre ich, weshalb du das stets mit meiner tust. auf einmal schäme ich mich für mein sein. du konntest wahrscheinlich damit nicht mehr leben. der ganze hass auf mich ein vorgeschobener grund. vielleicht habe ich in erster linie nie was falsch gemacht? ich gebe mir die schuld und mir die aufgabe dich auf händen zu tragen, weil alles meine schuld ist.
ich verstummte meine bedürfnisse und meine wut, um alles ertragen zu können.
ich hätte gehen sollen, als die sache mit luca kam. du stelltest wieder einmal unter beweis, dass du kein ehrlicher mensch bist. du wirst mir wieder wehtun, sobald es dir wieder besser geht.
Ich hatte immer Angst davor zu werden wie mein Vater. Ich hatte das Gefühl niemals lieben zu können. Jetzt habe ich Angst wie meine Mutter zu werden. Und aus Angst davor so zu würden wäre ich am liebsten nie wieder in einwenden Beziehung. Ich will nicht wie sie an etwas festhalten was mich nicht glücklich macht. Ich will nicht in einer Beziehung leben in der ich nicht gesehen werde.
Ich kann nicht mehr schreiben weil alles so real scheint, nicht mehr wie ein Film.