Montag, 20. April 2015

Pain keeps us alive.

Lasst uns gegenseitig Schmerzen zufügen. Du jagst ständig nach Momenten der Selbstzweifel, damit du dich danach in Selbsthass stürzen kannst. Damit du wenigstens etwas fühlst. Wir akzeptieren keine Gefühle, nur den Schmerz, denn wir wissen, dass alles Vergänglich ist. Wer am Boden liegt, kann nicht mehr fallen. Wir haben nie gelernt zu lieben, deshalb lasst uns gegenseitig Schmerzen zufügen, bis wir aneinander zerbrechen. Unsere Liebe definiert sich durch Geben und Nehmen, unsere gemeinsamen Unterschiede. Du gibst mir ein bisschen Selbsthass und ich dir meine Unsicherheit. Ich gab dir zu viel, obwohl du versicherste es tragen zu können. Ich erdrücke dich mit deiner eigenen Last, denn ich kann sie nicht tragen. Glücklich werden wir nie, denn unser Glück definiert sich durch die Abwesenheit von Schmerzen und alles was wir tun ist uns wehzutun. Du inspirierst mich zu meinen Schmerzen.
Amen.

Mittwoch, 15. April 2015

Kippenstummelkunst.




Rauchen. Die Worte des Gegenübers fest einzuwickeln und durch ein Filter aufzunehmen.
Die eigenen Worte wie dichten Rauch zu inhalieren.
Ausatmen. Nur noch ein Bruchteil kommt ans Licht. Ein dünner Rauchschwaden erreicht dein Gesicht. Der Rest zerreist mir die Brust.
Du aschst ab. Nächster Zug.
Stumme Konversation, bei dem beide nicht sprechen müssen. Das Ungesagte ist das Gedachte.
Du drückst mich aus. Konversation, over and out.



Noch vor 2 Minuten schriest du verlangend nach Kontrollverlust. Nervenzusammenbruch. Du batst mich darum nicht aufzuhören. Jetzt zündest du dir eine Zigarette an. Dein Körper schreit nach Nikotin. Dein Körper möchte deine Nerven kontrollieren. Dein Körper möchte sterben. Dein Körper möchte dir wehtun. Dein Körper verlangt nicht nach Endorphinen. Du hast Angst. Oxytocin. Bindungsangst. Bindungsgestört.

Zu viel wollen, nicht ertragen können, rauchen. Noch mehr wollen. Die Sucht schreit nach mehr. Von einer Sucht in die Andere. Wir sind süchtig nach der Sucht. Abstinenz ist unerträglich. Traurigkeit ist nicht die Abstinenz von Glück. Darauf rauchen wir eine. Cheers.

Spaeter, ich weiss nicht mal wann es passiert ist. Ich schmiss meine Zigarette ins Wasser, alles was ich habe wieder in einer Tasche. Die Naehe war ihr zu nah, die Distanz zu gross. Sie beschloss zu gehen uns alles was sie mir uebrig lies, waren ihre ausgebrannten Kippenstummel.

Donnerstag, 2. April 2015

Ich fühle mich zu ekelhaft und hässlich um schöne Dinge zu dir zu sagen. Deshalb sage ich lieber nichts. Alles was aus mir rauskommt ist Wortkotze, peinliches rumgestottert x zittern. Zu hässlich für meine Phantasien. Wenn ich mich in meinen Träumen sehe, bin ich gerade am verrecken. Ich bin nichts, zumindest in meiner Illusion, denn sonst wären meine Gedanken nicht mehr frei.