Dienstag, 20. Dezember 2016

Dumm. Lächerlich. Selbstmitleidig. Ekelhaft. Lügnerin. Faul. Geschmacklos. Unempathisch.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Baumübung oder wie ich mich in einen Baum verwandelte

Ich wurde geboren und verwandelte mich in einen Baum. Man schnitt mir die Arme ab und sagte ich solle mich auf das Wesentliche konzentrieren. So wuchs ich ohne Arme auf. Das Harz verklebte meine Wunden und obwohl die Narben über die Jahre mehr wurden wuchs ich weiter. Meine Wurzeln nährten mich mit viel Trauer und das Wasser was ich zu mir nahm war verschmutzt. Manchmal, wenn es regnete schaffte ich es das Gift aus mir auszuspülen, doch die Wurzeln vergessen nicht und nach und nach wurde ich morsch. Trotzdem wuchs ich. Bildete neue Äste und verliere jedes Jahr meine Blätter. Es ist absehbar dass ich irgendwann mal falle. Beim nächsten Gewitter zum Beispiel. Vielleicht schlägt auch irgendwann ein Blitz ein und gehe in Flammen auf. 
Manchmal glaube ich, dass alle Bäume mal Menschen waren. Einsame Menschen, die nicht mehr allein sein wollten. Die Schmerzen in der Brust waren nur Indizien dafür, dass sie Wurzeln treiben und die Äste sich ihren Weg durch Fleisch und Blut bahnen. Jetzt sind sie nicht mehr alleine, aber selbst wenn sie kommunizieren könnten, sie können nicht mehr weglaufen, sie können sich nicht mehr anlehnen. 
Bäume spenden Sauerstoff und Papier. Bäume geben aber nehmen nicht. Sie nehmen zumindest nur das was ihnen zusteht. Erschöpfte Menschen lehnen sich an Bäume, verliebte Paare verewigen sich. Doch wer sagt, dass ein Baum für ewig bleibt. Sie ritzen die Rinde ein und erwarten, dass man sich an ihrem Glück erfreut, ohne daran zu denken, dass diese Haut in die sie schneiden schon so oft verletzt wurde und dass hinter dieser Rinde ein verletzter oder vielleicht auch schon morscher Baum steckt. Ein Baum der einst mal ein einsamer, trauriger Mensch war, der keine Wahl hatte als sich in einen Baum zu verwandeln, weil die Haut des Menschen das alles nicht ertragen hätte. 

Montag, 13. Juni 2016

ich versuche und scheitere. zuneigung und liebesentzug ist mein tod.

Freitag, 13. Mai 2016

Ich verfalle in alte Muster

Draußen ist es hell, draußen scheint die Sonne. Heute wäre ein schöner Tag sich umzubringen. Du bist gegangen. Für dich hätte ich gelebt. Du sahst das alles nicht. Ich habe dich mehr geliebt als den Tod. Für mich gab es nie ein Ende. Ich glaube nicht mehr an uns. Ich glaube nicht mehr an eine Welt ohne dich. So kann ich nicht leben. Der Tod ist nur noch wenige Schritte von mir entfernt. Zu spät habe ich mir Hilfe gesucht. Jetzt ist es zu spät. Ich werde schlafen und morgen werde ich aufwachen. Dann werde ich wieder versuchen zu schlafen. Wenn ich so weiterlebe kann ich auch sterben. Es waren deine Entscheidungen. Ich wurde nie gefragt. Es war deine Wahrnehmung und mir sind die Hände gebunden. Wenn du diesen Text lesen würdest wäre für dich die Entscheidung eindeutig. Für dich war ich stark, aber jetzt ist es auch egal. Alles ist egal. Eine Nachricht mit "hey, wie gehts dir?" hätte es getan. Ein bitte bleib. Aber du willst nicht dass ich bleibe. Du willst mich nie wieder sehen. Willst du dass ich sterbe? Für dich bin ich gestorben, also kann ich auch sterben. Wann fängt es an zu wirken. Mein Körper ist ein Schlachtfeld. Vielleicht muss ich sterben um zu zeigen dass ihr kostbar seid. Ihr seid alle kostbar. Bitte vergesst das nicht. Vielleicht werdet ihr anfangen eure Familie, euer Umfeld zu schätzen wenn ich nicht mehr da bin. Alles was passiert hat einen Grund. Vielleicht ist es meine Bestimmung euch das zu zeigen. Warum bin ich auf dieser Welt? Ich bin ein gefallener Engel, ihr seht es nicht. Ich war auch einmal kostbar, doch heute behandelt ihr mich wie Dreck. Jedes meiner Texte könnte mein Abschiedsbrief sein. Jeder meiner Texte zeigt wie oft ich schon überlebt habe. Ihr seht es nicht. Ihr seht nicht wie ich leide. Das hier ist nicht nur eine Trennung für mich. Ich halte es aus. Wie oft und wie lange noch? Ich bin nicht hierhergekommen um zu leiden. Was hab ich getan, dass ich auf die Erde gesendet werden musste um meine Lektion zu lernen? Was hab ich euch allen getan? Wollte stets das Beste für alle. Doch ihr seht es nicht. Warum muss ich sterben, damit ihr aufwacht? Warum lernt ihr erst wenn es zu spät ist?
DU HAST NICHT WÜTEND ZU SEIN. DU HAST MICH VERLASSEN. DU HAST MICH VON DIR GESTOSSEN ALS ICH DICH HALTEN WOLLTE. DU WILLST MICH NICHT MEHR. DU HAST NICHTS ZU TRAUEN. DU HAST MICH NICHT ZU VERMISSEN. ICH WÄRE SOFORT DA WENN DU MICH BRÄUCHTEST. ALSO TU NICHT SO ALS WÜRDE ES DIR SO VERDAMMT NOCHMAL BESCHISSEN GEHEN. DU LÜGNERIN. WILLST DU MIR WEHTUN SO WIE ICH DIR WEHGETAN HABE? OH GLAUB MIR, WENN DU WILLST SCHNEID ICH MIR DIE ARME AUF FÜR DICH. DU BRAUCHST MICH NUR ZU FRAGEN.

Dienstag, 19. April 2016

ich höre geigen in meinem kopf.

im nachhinein wird es von dir heißen, es war keine liebe.

irgendwann musste ich es ja verkacken. keine glückszigaretten mehr, weil du ohne mich kein Glück brauchst. kann die dinge nicht ändern, nur abwarten. früher wolltest du mich immer sehen, konntest ohne mich nicht schlafen. heute brauchst du zeit für dich, weil ich keine ent sondern belastung geworden bin. mein zimmer sieht immer noch so aus wie du es verlassen hast. du hast dein zimmer zu grund und boden renoviert. ich rieche mich nicht mehr und die löwenfamilie, die ich mühevoll aufgebaut habe gibt es nicht mehr. ich wusste nie, dass sich deine welt in 14 tagen um 180° drehen kann. deine welt geht weiter, meine bleibt stehen. wie eine schlange ziehst du deine haut ab und ich vertrockne.

Sonntag, 17. April 2016

- Kritik wahrnehmen
- Emotionen zeigen, auch wenn sie nicht spürbar sind
- Einen Fick auf alles geben dürfen, außer es hat was mit ihr zutun
- Mir geht es immer gut
- Sie darf meine Wunden und Narben nicht sehen
- Sie nicht wissen lassen, dass ich mich mir gelegentlich selbst schade
- Keine Äußerungen über den Tod in ihrer Gegenwart
- Nicht gehen
- Ihr immer die Oberhand überlassen
- Keinen Druck auf sie ausüben
- Gehen wenn ich mit der Situation nicht umgehen kann, aber ihr vermitteln, dass ich wiederkomme
- Ihr Zeit lassen!!!
- Handy und Fernsehzeit akzeptieren
- Freunde akzeptieren
- Hobby finden
- Sie nicht nerven!!!


Und trotzdem werde ich sie verlieren, weil sie sich in mich verliebt hat. Die Grenzgängerin, die auf alles geschissen hat. Sie fordert mich dazu auf grau zu werden. Dabei liebte sie das schwarze. Vielleicht liebte sie mein schwarz nie. Vielleicht will sie nie wieder schwarz, sondern wartet darauf, dass ich stabiler bin um mich endgültig in die Wüste zu schicken, aus Angst ich könnte ihr und mir was antun. In ihren Augen sehe ich keine Liebe mehr, sondern kühle Distanz. Dieses Grau kenne ich nicht.

Mein schwarz: ich gebe auf und verlasse sie.
Mein weiß: ich warte bis sie mich verlässt.

und grau? Grau wäre Hoffnung. Hoffnung zu zulassen tut weh. Aber in der Hoffnung steht geschrieben, dass sie wieder zu mir kehrt.



Opfer - Täter

Gegenseitige Schuldzuweisung, niemand möchte sie tragen. Ein schweres Gepäckstück, das niemand gehört. Ich dachte immer ich sei das Opfer, viel zu nett. Immer ausgenutzt werden. Opfer von Psychospielchen. Dachte immer ich sei einfach nur schlau und könne dem Ganzen entweichen oder durch sie hindurchschauen. Ich drehe durch, weiß nicht ob ich sie durchschaute oder bezweckte. Weiß nicht ob ich Menschen dazu zwang meine Phantasien zu entsprechen um mich tätermäßig in die Opferrolle zu begeben.

Freitag, 15. April 2016

?

how to kill ones deathwish,
when death has deceased
how to drown your sorrow,
when they've learned  how to swim

have you ever loved and be loved in return
no one ever told me, that it i'd still be alone.
it's like your heart pounding, still bleeding,
guts ripping, a slow dead indeed.



Freitag, 11. März 2016

Treffen zwei kaputte Menschen aufeinander.

Dir wurde gelehrt, du seist begehrt, wenn man dich ficken möchte. Ich wurde nie gefickt, also ging ich auf den Strich. Lust habe ich schon lange nicht mehr. All die Erwartungen an das erste Mal, all die Erwartungen an Sex erlischten mit meiner Entjungferung. Ich habe mich nicht aufgehoben. Ich habe die Unschuld an eine Person verloren, die ich das erste Mal im Leben sah, der mich nicht ficken wollte. Das zweite Mal, an einen dessen Lust sich nicht mir gegenüber äußerte, sondern die der Tatsache, dass er Sex haben wollte. Einer der mich nicht ficken wollte. Vielleicht wurdest du verlassen, nachdem du Sex mit deinen Partner hattest. Ich lernte meine nie kennen. Ich kenne keine Nachnamen, ich kenne keine Adressen. Ich kenne Gesichter. Gesichter, die trotz 600km Entfernung trotzdem immer wieder in mein Gedächtnis auftauchen. Das dritte mal Sex im Leben hatte ich mit einem Freier. Keine Nachnamen, keine Adressen. Ich war 16.
Mit 17 hatte ich das erste mal Liebe gemacht. Und dann auch noch das zweite und dritte und vierte Mal. Eigentlich wollte Sie nie. Also habe ich aufgehört Liebe zu machen. Stattdessen kam ein neuer Freier dazu. Ein neues Gesicht mit Nachnamen, mit Adresse. Letztendlich egal. Für mich sind das alles nur Gesichter. Danach kam noch einer. Ein neues Gesicht, ohne Nachnamen, ohne Adresse. Zwei mal, für Geld. Mein Körper ist dafür geschaffen wurde um Freunde zu bereiten, nicht um welche zu empfinden. Liebemachen ist für andere Menschen da, nicht für mich. Liebemachen ist für gute Mädchen da. Ich bin ein schlechtes Mädchen. Wenn ich Liebemache sehe ich die dreckigen verzogenen Gesichter ohne Nachnamen, ohne Adressen. Immer wenn ich Lust habe muss ich an diese dreckigen Gesichter denken. Daran wo ich hingehöre. Immer wenn ich an Liebemachen/Sex denke, muss ich daran denken, dass ich dazu da bin um Freunde zu bereiten, nicht um welche zu erfahren. Wenn ich wegsehe fühle ich mich schuldig, denn meine Prädestinierung ist es Freude zu bereiten. Menschen glücklich zu machen und nicht zu sein. Glück und Liebe ist was für andere. Nicht für mich.

Dienstag, 26. Januar 2016

Ich frag mich was auf meinem Grabstein stehen würde, wenn ich jetzt sterbe.

Zu wem gehe ich jetzt. Alle Menschen sind gegangen, weil sie mein Elend nicht ertragen können. Es ist immer wieder das selbe Spiel und manchmal fliegt man eben auch auf die Fresse. Sie ist gegangen, weil ich ihr wehtat. Nicht bewusst, sondern weil Sie niemals hinter die Fassade geblickt hat, ein Abbild von mir liebte. Ich bin ein Wrack und nur weil man mich anmalt, heißt es nicht dass der morsche Innenkern nicht mehr besteht. Ich mache immer wieder die selben Fehler, vielleicht sind es keine Fehler mehr. Vielleicht bin das einfach ich. Hätte nicht gedacht, dass es so wehtut. Hätte nicht gedacht dass ich weine, ohne mich dazu zwingen zu müssen. Klar könnte ich mich betäuben, die schimmligen Stellen des Wrackes neu übermalen, aber der Kern ist kaputt und verrottetes Holz kann man nur ersetzen, nicht zusammenfügen. Ich hatte keine Chance zu reden, weil sie ihre Entscheidung schon letztes Mal fasste. Ich habe noch eine Funktion zu erfüllen. Ich muss aufhören bei jeder Welle, sei sie auch so riesengroß, zu zerbersten. Sammel dich und fahr noch ein letztes mal. Wrack.

Samstag, 9. Januar 2016

ich hab gefallen daran gefunden meine sorgen mich auffressen zu lassen. mit niemandem mehr zu reden. interessiert sowieso niemand. so zerfalle ich äußerlich und innerlich und auf einmal bin ich weg.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Ich dachte diese Narben verblassen wenn ich älter werde. Ich wusste nicht dass Neue dazukommen.

Ich weine lieber Blut als Tränen.