Lasst uns gegenseitig Schmerzen zufügen. Du jagst ständig nach Momenten der Selbstzweifel, damit du dich danach in Selbsthass stürzen kannst. Damit du wenigstens etwas fühlst. Wir akzeptieren keine Gefühle, nur den Schmerz, denn wir wissen, dass alles Vergänglich ist. Wer am Boden liegt, kann nicht mehr fallen. Wir haben nie gelernt zu lieben, deshalb lasst uns gegenseitig Schmerzen zufügen, bis wir aneinander zerbrechen. Unsere Liebe definiert sich durch Geben und Nehmen, unsere gemeinsamen Unterschiede. Du gibst mir ein bisschen Selbsthass und ich dir meine Unsicherheit. Ich gab dir zu viel, obwohl du versicherste es tragen zu können. Ich erdrücke dich mit deiner eigenen Last, denn ich kann sie nicht tragen. Glücklich werden wir nie, denn unser Glück definiert sich durch die Abwesenheit von Schmerzen und alles was wir tun ist uns wehzutun. Du inspirierst mich zu meinen Schmerzen.
Amen.
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